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Jens Najewitz

Seit über 25 Jahren ein Nebengewerbe im Hobbymodellbereich

 

Kreative Hobbys boomen. Seit Jahrzehnten ein Klassiker: Modellbau! Auch Jens Najewitz aus Krempe ist dieser Leidenschaft verfallen und betreibt seit über 25 Jahren ein Nebengewerbe im Hobbymodellbereich. Besonders die technischen Innovationen im Bereich Digitalisierung und 3D-Druck in der letzten Dekade haben der Szene einen kräftigen Schub gegeben – und Najewitz ganz neue Geschäftsmöglichkeiten bequem von zu Hause eröffnet.

1996 zog Jens Najewitz aus Rellingen in den Kreis Steinburg. Hier erfüllte sich der gebürtige Niedersachse ein Jahr später einen Traum. Denn neben seiner Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter in einem Hamburger Unternehmen startete er ein Gewerbe im Bereich Hobbymodellbau. Sein Fokus damals: Historische Gebäudemodelle für z. B. Tabletopspieler. Er fertigte Mastermodelle, auf deren Basis Silikonformen entstanden, die mit Kunstharz ausgegossen werden konnten. Schon das war für den Steinburger ein großer Erfolg und eine erfüllende Aufgabe. Richtig los ging es für Najewitz, als 3D-Drucker auf den Markt kamen. Er interessierte sich schon länger dafür, Modelle mittels CAD-Software zu erstellen – und die 3D-Drucktechnik bot nun die Möglichkeit, diese Modelle direkt auszudrucken. Zu diesem Zeitpunkt waren 3D-Drucker noch nicht massentauglich und in der Anschaffung recht teuer. So erstellte er damit zunächst weiterhin Mastermodelle, die abgeformt werden konnten.

Schon damals ahnte er aber, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis 3D-Drucker anwenderfreundlicher und erschwinglicher werden und auch Einzug in Privathaushalte halten . So stellte er bereits frühzeitig sein Angebot um. Statt physischer Modelle konnten Interessierte bei ihm nun Dateien zum Selbst-3D-Druck erwerben. Der Vorteil: Kein Modellguss, keine Verpackung und kein Versand – stattdessen voller Fokus auf die Entwicklung neuer Modelldateien.

Heute umfasst sein Angebot Architekturmodelle von der Antike bis zur Gegenwart. Auch individuelle Wünsche erfüllt Najewitz gern. Ein regionaler Bahnhof für die Modelleisenbahn oder Modelle von Personen sind dank eines eigens entwickelten Ganzkörperscanners kein Problem. Selbst für Oldtimer hat er schon nicht mehr verfügbare Ersatzteile aus Kunststoff gedruckt. „Die Möglichkeiten des 3D-Drucks sind im Grunde grenzenlos. Limitierend ist nur die Größe des eigenen Druckers. 3D heißt völlige Skalierbarkeit. Meine Kunden drucken meine Modelle in Maßstäben von 1:144 bis 1:56“, erklärt der Kremper, der manchmal bis zu drei Tage an einem Modell arbeitet, begeistert.

Die lange Entwicklungszeit kann ihm aber egal sein, denn die Zeit holt er beim Upload der Modelle schnell wieder auf. Der flächendeckende Glasfaserausbau im Kreis Steinburg ist für ihn eine Grundvoraussetzung dafür, effektiv arbeiten zu können. Hier besonders wichtig: Die Uploadgeschwindigkeit. „Da ich mehrere Gigabyte große Dateien für die Zugänglichkeit meiner Kunden auf die Cloud hochladen muss, ist es ein Unterschied, ob ich über Kupferleitung 1 Mbit uploaden kann oder jetzt 250 Mbit. Früher habe ich beim Upload Kaffee getrunken, gefrühstückt, Zeitung gelesen oder sogar den Rasen gemäht. Heute kann ich zusehen, wie der Uploadbalken durchrauscht.“

Wenn er nicht gerade an neuen Modellen feilt, genießt Najewitz übrigens die Ruhe im Kreis Steinburg. Viel Natur, ein guter Zusammenhalt in der kleinen Gemeinde Krempe und die gemütliche Atmosphäre sorgen dafür, dass er sich hier wohlfühlt und auf seinen bald beginnenden Ruhestand freut. Dann wird er sicherlich auch den ein oder anderen Ausflug nach Hamburg, an die Elbe oder das Meer machen – alles Ziele, die von seinem Wohnort aus dank guter Infrastruktur in unter einer Stunde zu erreichen sind. Ansonsten will er es in Zukunft ruhig angehen lassen. Dazu hat er dank schnellem Internet nun ja deutlich mehr Zeit.

www.3dprintterrain.de